Ein Leben ohne Hund… Undenkbar

Seit gut 2 Monaten ist unsere Familie durch einen Hund erweitert. Ein Sprichwort sagt: „Das letzte Kind hat Fell…“ Das kann bei uns schon zutreffen.

Dieses wundervolle Tier ist fester Bestandteil der Familie und gibt sich wahnsinnig viel Mühe sich im Rudel einzufinden und sie macht das wirklich toll.

Aber man spürt auch teilweise von Außen ab und an einen Widerstand. Menschen, welche jetzt Hunde nicht mögen achten schon sehr darauf dass der Junghund sich wirklich vorbildlich benimmt… 😉 Sei’s drum.

Wer mit mir ein Problem hat, der kann es gerne behalten.

Eigentlich war es immer klar, dass ich irgendwann wieder einen Hund haben werde. Mir war es egal, dass ich schon etliche Male von Hunden gebissen wurde. Eine Narbe ziert auch mein Gesicht… Wenn man genau hinsieht sieht man die Narbe knapp unterm linken Auge beginnend über die Nase sich ziehend. (Das war ein Dackel…) Aber es war mir egal. Ich fühlte mich schon immer zu Hunden und Katzen sehr hingezogen. Diese Vertrautheit und dieses ohne Worte verstehen – das fand ich schon als Kind toll.

Ich hatte sogar selbst einen Hund. Rocco hieß er. Früher in den 80igern wurden die Hunde am Land gerne an der Kette vor dem Stall oder der Scheune gehalten. Eigentlich schade.

Rocco und ich hatten trotz der Kette immer ein wahnsinnig gutes Verhältnis und manchmal wenn alle sehr beschäftigt waren, lies ich Rocco von der Kette und er ging mit mir mit. Er wich nicht von meiner Seite. Er war mein Freund.

Eines stürmischen Herbsttages jedoch passierte es. Ein Fuchs war in unser Dorf gekommen und war sehr zutraulich. Das Tier war definitiv nicht gesund. Zu der Zeit galt die Tollwut als noch nicht ausgestorben.

Ich weiß nicht warum ich es tat… Vielleicht war ich mit meinen 4 Jahren einfach zu klein…Vielleicht hatte ich auch Angst…

Rocco bellte wie verrückt und ich ließ ihn von der Kette. Er wollte uns ja beschützen.

Ihr könnt euch denken was dann passierte.

Der Fuchs ergriff die Flucht und Rocco jagte ihm nach.

Das Letzte was ich weiß, ist dass der Jäger bei uns anrief um uns zu sagen, dass er den Fuchs erlegt hatte. Und Rocco auch. Die Gefahr, dass der Fuchs Tollwut hatte und der Hund ebenso daran erkrankte war einfach zu hoch.

Somit hatte ich meinen Freund verloren.

Für mich brach eine Welt zusammen. Mein Rocco war tot. Mein Freund und Gefährte war tot und irgendwie war ich daran schuld. Ich habe es verdrängt und erst Jahre später kam mir diese Szene wieder ins Gedächtnis. Ich verbitterte aber nicht daran. Ich habe die Hunde trotzdem immer geliebt- auch wenn es mir ab und an einen Stich ins Herz gab.

Als ich dann älter wurde spielte ich mit den Gedanken zur Polizei zu gehen um dann mit meinem Hund in der Hundestaffel zu arbeiten.

Jedoch scheiterte ich damals schlichtweg an der Kondition.

Obwohl ich davor beim Zeitungsaustragen gerne von den lieben Hunden gezwickt oder gebissen wurde… (den Trick mit den Leckerlis kannte ich ja noch nicht…)

…die Liebe zu den Hunden und Katzen blieb bestehen.

Während meine Schwester ihren Teil des Dorfes innerhalb von 30 Minuten erledigte, brauchte ich Stunden um Stunden. Denn jede Katze und jeder Hund war irgendwie froh, dass ich ihn ein wenig streichelte… 😉 und ich war auch froh. Ich lernte da die verschiedenen Menschen kennen. Am liebsten waren mir die, die sich um ihre Tiere sorgten, sie auch bei der Kälte in die wohlig warme Stube ließen. Und dann gab es noch die, welche die Tiere nur als Nutztiere hielten. Die waren mir suspekt.

Auch als ich in der Stadt lebte waren für mich Hunde immer noch interessant und meistens waren sie mir auch gnädig gestimmt…

Vor 5 Jahren fasste ich den Entschluss endlich meinem Mann davon zu erzählen, dass ich einen Hund haben will…

Bald stieß ich auf „meine“ Rasse.

Und nun seit 2 Monaten wohnt sie nun bei uns. Meine Gefährtin… Mein Ausgleich zu den Kindern… Mein Ausgleich mit den Kindern.

Der Wald ist noch interessanter. Die Geräusche und Gerüche noch intensiver. Das Lachen der Kinder und meines noch fröhlicher, denn wir haben ihn nun… Unseren Freund fürs Leben…

Eure Christin

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Diesen wundervollen graumelierten Jersey

„Freund fürs Leben“ gibt es seit einiger Zeit bei Lillestoff.

Die liebe Ziska von Nestgezwitscher hat dieses wunderschöne Design gezeichnet. Denn auch sie hat seit einiger Zeit ihren Freund fürs Leben gefunden. ❤

Der Schnitt stammt aus der Ottobre 2015

Veröffentlicht von knopfkoenigin

Tripplemama LILLESTOFFVERNÄHTIKERIN Stoffschatzsucherin Am-liebsten-Abendsnäherin Impressum: Christin Thumann Postfach 1155 92642 Vohenstrauß (privater Blog)

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